GWG Lübben eG
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Notizen

Am 12.04.2013 besuchten Vertreter der Lausitzer Rundschau die Verwaltung der GWG.

Herr Busch informierte über den aktuellen Entwicklungsstand des Wohnungsbaus, insbesondere die neuen altersgerechten Umbauten.

Auszeichnung für die GWG Lübben


Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ geht im Juni 2014 nach Lübben

Die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft Lübben eG (GWG Lübben eG) beweist mit ihrem Projekt ‚Wohnen in der Gemeinschaft‘, dass sich auch Obergeschosse in Plattenbauten hervorragend für ambulant betreute Wohngemeinschaften für Senioren eignen können. Dafür wird das Unternehmen im Juni mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ausgezeichnet.

 

 

„Der Umbau in der Heinrich-von-Kleist-Straße ist ein wunderbares Pilotprojekt für Lübben.  Es zeigt, dass die Platte vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet und Barrierefreiheit nicht nur im Erdgeschoss sehr gut umsetzbar ist. Hoffentlich macht dieses Beispiel Schule“, erläutert BBU-Vorstand Maren Kern die Auszeichnung.

„Mit der Einrichtung der Senioren-Wohngemeinschaft hat die GWG Lübben nicht nur Leerstand beseitigt, sondern ist den Herausforderungen des demografischen Wandels offensiv begegnet. Bis 2030 wird der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen in der Stadt voraussichtlich bei fast 40 Prozent liegen“, so Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretärin Kathrin Schneider in ihrem Grußwort.

Wohnbeispiel GästewohnungenJürgen Busch, Vorstandsmitglied der GWG Lübben eG: „Alternative Wohnformen im Alter werden immer häufiger nachgefragt. Mit den Wohngemeinschaften wollen wir den Mieterinnen und Mietern eine Alternative zum Seniorenheim bieten. Die Resonanz ist durchweg positiv, wir denken schon über Folgeprojekte nach. Heute mit dem ‚Gewohnt gut‘-Siegel geehrt zu werden, ist eine großartige Bestätigung für unsere Arbeit!“

Ausgezeichnet wird der Umbau der beiden Obergeschosse eines Plattenbaus in Lübben-Nord. Durch Zusammenlegung von 12 Dreiraumwohnungen sind zwei Senioren-Wohngemeinschaften mit je acht Einzelzimmern mit eigenem Duschbad sowie Gemeinschaftswohnküche, Hauswirtschaftsraum und Wellnessbad entstanden. Durch Einbau von Rampen und einem Aufzug sind die Wohnungen barrierefrei erschlossen. Träger des Projektes ist die Volkssolidarität-Bürgerhilfe e.V.

Das Qualitätssiegel
Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ wird monatlich vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft „Innenstadtforum Brandenburg“, der Bundestransferstelle Stadtumbau Ost sowie dem MIL besteht.

Selbstbestimmtes Wohnen im Alter

Durch Umbau und Sanierung hat die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft Lübben eG (GWG Lübben eG) die beiden oberen Geschosse des Plattenbaus in der Heinrich-von-Kleist-Straße 16 einer neuen Nutzung zugeführt. 16 Seniorinnen und Senioren haben dort in zwei betreuten Wohngemeinschaften ein neues Zuhause gefunden.

„Die Wohnhäuser in der Heinrich-von-Kleist-Straße waren von überdurchschnittlichem Leerstand betroffen. Deshalb wurde auch über Rückbau bzw. Teilrückbau diskutiert. Durch die Senioren-Wohngemeinschaften haben wir die Initialzündung für die Entwicklung eines ganzen Wohngebietes mit 340 Wohnungen gesetzt. Unsere Erfahrung: Barrierearmes Wohnen lässt sich auch sehr gut in Obergeschossen realisieren!“, erklärt Nicole Jaegers, Vorstandsmitglied der GWG Lübben eG. Während des Umbaus wurden nicht nur Rampen und ein Aufzug eingebaut, sondern auch insgesamt zwölf Wohnungen zusammengelegt und alle Grundrisse neu konzipiert. Die Baukosten belaufen sich auf rund 750.000 Euro, finanziert durch Eigenmittel und einen KfW-Kredit.

Küche GästewohnungenLübben wird älter
„Der demografische Wandel macht auch vor unserer Stadt nicht Halt. Der Altersdurchschnitt liegt in Lübben noch über dem von Gesamtbrandenburg. Dementsprechend wächst der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum ständig“, erläutert Jürgen Busch, Vorstandsmitglied der GWG Lübben eG. Neben einer Marktanalyse führte die Genossenschaft dabei auch eine Mieterbefragung durch. „Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass immer mehr ältere Menschen, besonders wenn sie alleinstehend sind, nach alternativen Wohnformen suchen“, so Busch.

Selbstbestimmt und in Gemeinschaft
Das Wohnangebot richtet sich vornehmlich an Senioren mit Pflegestufe, die ihren Haushalt nicht mehr alleine bewältigen können. Angehörige können sich in die Pflege mit einbringen und haben darüber hinaus freie Wahl über Umfang und Erbringer von Dienstleistungen. „Ziel ist es die Fähigkeiten der Bewohner im Rahmen einer gemeinsamen Haushaltsführung und Freizeitgestaltung möglichst lange zu erhalten. Durch ehrenamtliche Hilfe erhalten die Bewohner weitere Unterstützung“, erklärt Carola Ahlert, Geschäftsführerin der Volkssolidarität-Bürgerhilfe e.V.

Initialzündung für die Entwicklung des Quartiers
Lange Zeit war die Wohngegend Lübben-Nord nicht sehr beliebt. „Dabei hat das Quartier großes Potenzial“, so die Meinung von Jürgen Busch. Alle Aspekte des täglichen Bedarfs können in unmittelbarer Nähe gedeckt werden, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel – auch in die Großstädte Cottbus und Berlin – ist bestens. Neben einer guten Infrastruktur bietet Lübben-Nord viele Grün- und Erholungsflächen in unmittelbarer Nähe.

Nicole Jaegers: „Das Projekt ‚Wohnen in der Gemeinschaft‘ soll deshalb ein Startschuss für weitere Umbauvorhaben sein. So haben wir beispielsweise spezielle Wohnungsangebote für Azubis umgesetzt und Wohnraum für größere Familien geschaffen. Durch diese Maßnahmen wird es uns gelingen, den Kiez weiter aufzuwerten.“

Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“

Wohnbeispiel GästewohnungenFür Brandenburgs Wohnungsunternehmen sind Stadterneuerung und Aufwertung ihrer Wohnungsbestände wesentliche Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Mit der Anpassung der Sozial-, Kultur-  und Bildungsinfrastruktur passen sie sich an den demografischen Wandel an.

Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen BBU und MIL ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“.

Auszeichnung für beispielhafte Projekte
Das Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.

Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte.

Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.

Abriss und Aufwertung: Zwei Seiten einer Medaille
Im Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und die Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.

Eigeninvestitionen und Landesförderung
Im Rahmen des Stadtumbaus hat das MIL bisher den Abriss von rund 48.000 Wohnungen gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 8,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 50.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als sechs  Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.

Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:

Seit 2007 hat das MIL die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 8.043 Wohnungen ca. 166 Millionen Euro bewilligt. Davon flossen rund 38 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.

Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 3 Milliarden Euro.

So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.

 

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